Geschichte

Hausansicht
Die Geschichte des Gasthofes Alpenrose ist eng mit der des Bauernhofes Graf II verbunden. Der Hof wurde bereits 1589 urkundlich erwähnt und war im Besitz einer Familie Graf. Ab 1750 scheint in der Folge der Name Tötsch auf. Um 1777 war der Grafhof Sitz einer Schmiede. Auch um 1800 wurde das Haus für viele verschiedene Zwecke genutzt, außer dem Gastbetrieb, Stall und Scheune, waren im Hause ein Geschäft und zwei Schulklassen untergebracht. Unter dem Wirt Josef Tötsch wurden ab 1906 einige Verbesserungen am Haus gemacht, Sanitäranlagen wurden gebaut und die Zimmer mit fließend Wasser ausgestattet.

Nach dem Bau der neuen Grundschule im Jahre 1957 zogen die Schulklassen aus und im Haus wurde weiterhin Schankbetrieb, Zimmervermietung, Geschäft und Landwirtschaft betrieben. Im Jahre 1968 übernahm die heutige Seniorwirtin Regina Tötsch den Gasthof und die Landwirtschaft. Das Geschäft wurde in einem nebenan gelegenen Neubau untergebracht und von der Frau des Wirtes Josef Tötsch weitergeführt.Nach der Übernahme des Gasthofes begann Frau Regina bald mit Modernisierungen. 1972 wurden die alten Kachelöfen in den sieben Zimmern entfernt und durch eine neue Zentralheizung ersetzt. Mit drei kleinen Kindern, einer stets offenen Tür für die Gäste und einem Hof, den Großteils ihr Mann leitete, war es ein gewagtes Unterfangen. Das Haus war gut besucht und besonders wegen der gutbürgerlichen Küche, dem Reich von Regina, weitum bekannt. Zahlreiche Gäste kamen immer wieder gerne her. Der ausgestopfte Uhu in der alten Zirmholzstube blieb vielen Gästen in Erinnerung, ebenso die reichhaltigen Portionen.

Aber die Bauleidenschaft von Regina ging weiter. Im Jahre 1974 begann die Familie mit dem Bau eines Stallgebäudes nahe den Mösern. Das Vorhaben wurde von vielen belächelt, aber so wurde der Kuhgeruch, Lärm usw. aus dem Gasthof ausgelagert. Im Jahre 1983 bekam der Gasthof ein neues Dach, die Holzschindeln wurden durch Dachplatten ersetzt und das Dach war endlich wieder dicht. Bis zum Jahre 1986 stand der Stall leer, die Scheune wurde als Garage genutzt. Dann wurde er abgerissen und durch einen neuen, modernen Zubau ersetzt. Die Zahl der Zimmer wurde auf 13 aufgestockt, die nun über eigene Sanitäranlagen verfügten. Ein großer heller Speisesaal entstand. „Da wo früher die Kühe fraßen, speisen nun die Gäste!“, meinte scherzhaft der Mann der Wirtin. Auch die Küche wurde vergrößert und modernisiert, um allen Aufgaben gerecht zu werden.

Im Jahre 2004 wurde die Landwirtschaft endgültig vom Gastbetrieb getrennt und Hermine Haselrieder übernahm die Leitung des Gasthofes. Auch sie zeichnet sich durch ihre Gastfreundlichkeit aus. Sie baute den Dachboden zu Ferienwohnungen aus und die Bar um, im alten Stil. An der Südseite wurde eine große Sonnenterasse mit Wintergarten errichtet. Hermine führt die langjährige Tradition fort, ist Wirtin mit Leib und Seele und eine ebenso gute Köchin wie ihre Mutter.